
HanseKulturFestival - Tag 3
Ort: Innenhof des Europäischen Hansemuseum
Timetable
11:00 Uhr Lesung: Räuber Hotzenplotz (Rainer Rudloff)
12:15 Uhr Puppentheater Kolk 17: Die Kitzelspinne
13:45 Uhr Spoken Word Show - Drei Slam Poet:innen & ein Rave
15:15 Uhr Synth Pop Troubadour
17:00 Uhr Loopmilla
Line-Up

17:00 - Loopmilla
Loopmilla machen Hip Hop. Samplemusik - mit Instrumenten. Sie sind neun und klingen oft wie drei. Das gebietet der Stil und hat Methode. Es garantiert den Ausbruch.
Denn wenn textlich ein echtes Gleichheitsgebot, eine Auseinandersetzung mit sich selbst, Kampf gegen Willkür und Marginalisierung gefeiert werden will, muss erstmal Einiges zerlegt werden. Und dafür sind wir laut.

15:15 - Synth Pop Troubadour
Stephen Taylor aka SynthPopTroubadour gehörte 2024 zu den auffälligsten Straßenmusikern Berlins (u.a. Mauerpark), seine Spaß-Hits „Genau“, „Hoya“, „Ohrwurm“ DDDDankeschön BBBBitteschön“, „Caroline Waschmaschine“ „Techno Virgin“ und einige mehr gingen per Instagram mit 31 (!) Videos und per TikTok mit 25 (!) Videos mit jeweils mehr als 1 Million Aufrufe vor allem im deutschsprachigen Raum viral. Insgesamt wurden 2024 seine Reels über 100 Mio. mal angeklickt und 2025 scheint nicht wesentlich schlechter zu laufen.

13:45 - Spoken Word Show
Drei Slam Poet:innen & ein Rave
Wenn Sprache vibriert, Worte flackern und Beats den Puls übernehmen, dann ist klar: Hier passiert mehr als nur eine Lesung. Im Rahmen des Hansekulturfestivals Lübeck 2026 lädt diese thematische Spoken-Word-Show zu einem Nachmittag ein, der sich irgendwo zwischen Poesie, Performance und kontrolliertem Eskalationsmoment bewegt.
Hier verwandelt sich das Gelände des Europäischen Hansemuseums Lübeck für 60 Minuten in einen Resonanzraum für drei eigenwillige Stimmen innerhalb deutschsprachigen Spoken-Word-Szene: Andy Strauss, Monika Mertens und Schnauz Störtebecker. Ihre Texte kreisen um das Spannungsfeld von „Hanse – Kultur – Festival“ – ein bewusst gebrochener Dreiklang, der sich zwischen Identität, kultureller Reibung und kollektiver Feierlust aufspannt. Mal Wort-verspielt, mal radikal persönlich, mal gesellschaftspolitisch betrachtend – aber immer mit maximaler Bühnenpräsenz.
Gerahmt wird der Nachmittag von Live-Elektro- und Techno-Sounds – direkt aus der Maschine und dem Kopf von Andy Strauss, der hier nicht nur als Poet, sondern auch als Performancekünstler die Schnittstelle zwischen Club und Literatur neu vermisst. Worte treffen auf Bass, Haltung auf Hall, Inhalt auf Irritation.
Und weil ein guter Spoken Word Nachmittag nicht einfach endet, sondern nachwirkt, setzt Andy Strauss zum Finale noch einen drauf: Ein 15-minütiger, familienfreundlicher Techno-Rave bildet den kollektiven Ausklang dieser Show – irgendwo zwischen Kindergeburtstag und Clubnacht, zwischen Ironie und Ekstase

12:15 - Puppentheater Kolk 17: Die Kitzelspinne
Ein Hase und ein Zwerg, die wohnen hinterm Berg, Frau Spinne nebenan. Der Drache Theobald wohnt aber auch im Wald. Seht, ob das gut gehn kann …
Ein Zwerg, ein Zaun, ein Drache und in der Nacht ein Urwald – Hase Mulle und die Spinne greifen durch.
In lustigen Episoden lernen die Freunde, dass am Ende jeder eine Aufgabe hat und man nur zusammen weiterkommt

11:00 - Lesung: Räuber Hotzenplotz (Rainer Rudloff)
Wer kennt ihn nicht, den Kinderklassiker um den Räuber Hotzenplotz, Kasperl und Seppl und den großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann? Quicklebendig sind die Figuren dieser Geschichte, wenn der Schauspieler Rainer Rudloff sie vorträgt – eingeladen vom Hansemuseum Lübeck. Denn Rudloff liest nicht einfach – er schlüpft in die Figuren, er wird zum fiesen Hotzenplotz, der Kasperls Großmutter die Kaffeemühle raubt. Er wird zu Kasperl und seinem besten Freund Seppl, die den Räuber fangen wollen, aber schließlich selbst überlistet und gefangen werden.
So muss Kasperl schließlich bei Zauberer Zwackelmann Kartoffeln schälen bis zum Umfallen – und entdeckt durch Zufall das dunkle Geheimnis im tiefsten Verlies von Zwackelmanns Zauberturm.
Der Lübecker Rudloff ist deutschlandweit bekannt als außergewöhnlicher Stimmwandler und Spezialist für lebendige Lesungen.
Wenn er flüstert, keift, poltert und hext werden der gewitzte Räuber, der böse Zauberer, aber auch der naseweise Kasperl so lebendig, als stünden Sie vor den gebannten Zuschauer*innen.
Die Lesung findet am 7.6.26 um 11 Uhr auf der Bühne des „Treibsand“ im Hof des Hansemuseums, statt. Kinder ab 6 Jahren sind herzlich willkommen!
Das Buch „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler ist im Thienemann-Esslinger-Verlag erschienen.
Die Lesung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages.